Mehr als 100 Jahre

Schaustellertradition:

die Zellwegers

Urgrossvater André Zellweger stammte aus der Schweiz. Der bekannte Entfesslungskünstler heiratete eine geborene Stadler, ihres Zeichens Artistin im schweizerischen Nationalcircus Knie. Die Hochzeitsreise führte die Frischvermählten nach Luxemburg, wo sie sich dann anfangs des 20. Jahrhundert definitiv niederlieen. Seit 1906 verblüffte André sein Publikum mit seinen Tricks und Kniffs in seinen Auftritten auf unzähligen Kirmesveranstaltungen im Groherzogtum. Aber er verstand es sehr schnell den Puls der Zeit zu fühlen. Er sah ein dass die Zeit der Shows und Variétés auf den Jahrmärkten vorbei war. Deshalb entschied er sich sein erstes Kirmesgeschäft, das „Foto suisse“, zu eröffnen. Als im Laufe der Jahre auch die Photographie ihren Seltenheitswert einbüsste, wechselte André Zellweger zu einem Karussell über. Danach baute er ein Fahrgeschäft in eigener Regie: er erfand die so genannten Raupen! Später dann, von 1922 bis in die fünfziger Jahre reiste er mit seiner Eisdiele, dem Palais des Glaces.

Für seine Nachkommenschaft waren die Weichen gestellt: die Zellweger-Kinder hatten die Schaustellerei im Blut. So arbeitete sich Charles, genannt Karlchen, schnell in die Herzen der Kirmesbesucher vor. Mit seinem Glücksrad und der darauf folgenden Glückslotterie begeisterte er tausende von Menschen. Dieses Geschäft wurde zu einem festen Standbein der Familie Zellweger.

Sein Sohn, Bub fuhr mit dieser Tradition fort. Seine Stimme und vor allem sein markanter Schnurrbart machten ihn zur Legende. Mit 14 Jahren war er schon selbstständig und managte eine Schiessbude. Später dann übernahm er die renommierte „Confiserie Coné“. Mit ihr erbte er auch das Geheimrezept für die Herstellung vom einzigartigen „Schappnougat“. Bub stand immer mit zwei Füssen auf dem Boden der Realität. Bereits vor 23 Jahren erkannte er dass die „groe Kirmeszeit“ am Schwinden war. Deshalb hielt er die Solidarität unter Schaustellern für absolut lebensnotwendig.

Das Rad der Zeit drehte weiter. Mittlerweile ist die vierte Generation im Geschäft. Die Kinder von Bub, Jérôme (35) und Patricia (47) leiten die Geschäfte ihrer Eltern in ihrem Sinne weiter. Patricia kümmert sich um einen Gyrosstand, Jérôme um die Süwaren. Ihre Saison startet mit der Osterkirmes in Esch und zieht sich bis zum „Chrëschtmart“ in Luxemburg-Stadt hin. Während der Winterpause werden die Geschäfte gewartet und so manche Neuheit gedeiht im stillen Kämmerlein.

Heute ist die “Confiserie Coné” eine Institution auf Luxemburgs Kirmesplätzen. Mit 25 Metern Front ihrer 7,50 Meter hohen farbenprächtigen vom Kunstmaler Kissel gestalteten Fassade, sowie dem unverwechselbaren Clown ist es der höchste Süsswarenpalast auf Europas Volksfesten. Über 8.000 Leuchtpunkte und 4.000 km Kabel verwandeln das Geschäft in eine Augenweide. Jérôme arbeitet mit einer stationnären und drei mobilen Küchen. Hygiene und Qualität sind oberstes Gebot der Zellwegers. Hier ist der Kunde König.

 


Login

Warenkorb 0 Artikel Artikel (Leer)    

Keine Artikel

versandkostenfrei Versand
0,00 € Gesamt

Warenkorb anzeigen

Artikel wurde in den Korb gelegt

Menge
Gesamt

Sie haben 0 Artikel in Ihrem Warenkorb. Es gibt 1 Artikel in Ihrem Warenkorb.

Gesamt Artikel (inkl. MwSt.)
Versandkosten (inkl. MwSt.) versandkostenfrei
Gesamt (inkl. MwSt.)
Einkauf fortsetzen Zur Kasse

PayPal